Hotel Sirenetta, * (1 Stern) Hotels

Das Hotel Sirenetta befindet sich in zentraler Lage, direkt am Strand von Grado!
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Duino

Schloss Duino ("Castello di Duino")

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Geschichte

Zufluchtsort mit Tradition

Als Zufluchtsort hat Grado Tradition: Doch waren es früher nicht die Touristenscharen, die aus ihrem Alltag auf die Sonneninsel flüchteten. Es waren Siedler, vor allem die Einwohner des mächtigen Aquileias, die zur Römerzeit auf die Insel drängten. Jedoch nicht um sich zu erholen, sondern um den Kriegsherden zu entkommen.

Die kriegerischen Angriffe der Westgoten, der gefürchteten Hunnen Attilas oder der Ostgoten ließen die Bewohner Aquileias in die kleine Siedlung fliehen. Hier fühlten sich die Flüchtlinge sicher, da die flachen Sandstrände ein Anlegen von Schiffen unmöglich machten und die Sumpflandschaften nur schwer zu  überwinden waren.
Jedoch muss man sich Grado zu dieser Zeit anders vorstellen – es lag ganze zwei Meter höher, da die von den Römern errichteten Entwässerungskanäle die Insel einigermaßen trocken hielten.
Je öfter Aquileia attackiert wurde, desto mehr wuchs Grado, da viele Flüchtlinge nicht mehr aufs gefährliche Festland zurückkehrten und zu Gradesern wurden.
Sie begannen den Ort nach ihren Bedürfnissen zu gestalten und auszubauen.
Sie errichteten Gotteshäuser, die den heute wertvollsten historischen Schatz Grados ausmachen, um den dringend benötigten Schutz der Heiligen zu bekommen. Da man sich jedoch nicht nur auf den Schutz der Heiligen verlassen wollte, errichtete man starke Mauern.


Nachdem die Hunnen das stolze Aquileia zerstört hatten und seiner Macht und Herrlichkeit ein Ende setzten pendelte der Bischof zwischen seinem Fluchtort Grado und Aquileia hin und her. Er wollte Aquileia wieder aufbauen, jedoch brachte die Völkerwanderung neue Bedrohungen, und so fielen die Langobarden kurze Zeit später ein. Der Bischof floh zurück nach Grado  und blieb endgültig auf der Laguneninsel. Seine Nachfolger taten es ihm gleich.


Es war die Glanzzeit Grados, in der Kirchen, Paläste und Häuser, Türme und Mauern erbaut wurden. Grado war am Gipfel seiner Macht und es wurde die prächtige Kirche Sant Èufemia erbaut, die Scharen von Pilgern anzog. Jedoch war es kurze Zeit später mit der Patriachenherrlichkeit über Aquleias und Grado vorbei, denn auf dem Festland wurde ein Gegen-Patriach eingesetzt, der den isolierten Gradeser Patriachen ihre Bistümer entziehen wollte. Die ständige Feindseeligkeit der Machthaber in Aquileia zermürbte die Lagunenstadt.


Und so wehte der Hauch der ruhmreichen Geschichte nur kurz durch Grados enge Gassen, denn eine neue Machtmetropole entstand im Süden: Venedig stieg zur politischen und religiösen Hauptstadt auf und schwang sich zur Schutzmacht der kleinen Schwesterstadt auf – oder soll man besser sagen, seiner Mutterstadt, wie es die Gradeser lieber hören?


Mit der einstmals gefeierten Stadt ging es bergab: Vielen Gradesern wurde es auf der Insel wegen klimatischen Verhältnissen, zu denen Malaria, Sümpfe und Stürme gehörten, langsam aber sicher zu ungemütlich. Sogar der örtliche Patriach wurde der Lagunenstadt untreu und nahm Residenz in Venedig. Damit hatte Grado seine Chance, sich in den Geschichtsbüchern dieser Erde glorreich zu verewigen und so wohlhabend und mächtig wie Venedig zu werden, endgültig verspielt.


Gegen Ende des 16. Jahrhunderts lebten nur mehr 1300 Seelen im nunmehr armseligen Dorf. Napoleons Truppen besiegelten den unwürdigen und ruhmlosen Untergang. Sie hinterließen ihre zerstörerischen Spuren genauso wie die Engländer, die das Stadtarchiv in Brand setzten und so viele Kapitel der Geschichte des Ortes zerstörten.


Durch die österreichische Herrschaft 1815, wurden der geschundenen Küstenstadt die Weichen in ein neues, helleres Zeitalter gestellt. In dieser Zeit begann man, den natürlichen Fischreichtum mit Hilfe von produktionsstarken Konservenfabriken in klingende Münze zu verwandeln. Immer mehr Boote wurden gebraucht, immer mehr Häuser wurden gebaut – es gab Arbeit.


Erst später, als die Sardellen und mit ihnen die Fabriken verschwanden, begann die Entdeckung Grados durch den „Fremdenverkehr“. Aber so richtig los ging es im späten 19. Jahrhundert, als die Österreicher die Quellen der Laguneninsel als Heilbad entdeckten.

Was von den alten Zeiten übrig blieb, zählt heute zu den großen Pluspunkten des beliebten Ferienortes.

Impressionen